Entstehung
Die Universität Graz hat sich die Stärkung des Engagements für gesellschaftlich relevante Themen in den kommenden Jahren zum Ziel gesetzt. Durch die Gründung des fakultären Zentrums für Empirische Inklusionsforschung, in dem Inklusion sowohl in der Ausbildung der Lehrpersonen als auch in der Forschung weiter vorangebracht werden soll, wird dem Thema der Inklusion an der Universität Graz ein stärkeres Gewicht und mehr Sichtbarkeit verliehen, was nicht zuletzt auch aufgrund der UN-Behindertenrechtskonvention (United Nations, 2006) einen notwendigen Schritt darstellt. In den letzten Jahren wurden im Bereich der Inklusionsforschung an der Universität Graz mehrere größere Projekte umgesetzt. Eines davon war das seitens des BMBWF mit einer umfangreichen Anschubfinanzierung von 2020 bis 2024 geförderte Projekt “Aufbau eines Forschungszentrums für Inklusive Bildung” (FZIB; ein Kooperationsprojekt zwischen Universität Graz, PPH Augustinum und PH Steiermark).
Um nach Ende des Projektes die Inklusionsforschung weiterhin in einem offenen Format für institutionsübergreifende Zusammenarbeit zu stärken und kontinuierlich weiterzuentwickeln, war die Gründung des fakultären Zentrums ein wichtiger Schritt.
Das Zentrum für Empirische Inklusionsforschung arbeitet zudem weiter am Aufbau des "Digital Lab for Inclusion", einem Forschungs- und Experimentierfeld für Schule und Hochschule, das innovative Unterrichtsmethoden und Werkzeuge entwickelt, um inklusiven und differenzierten Unterricht zu unterstützen.
Wechsel in der CERI-Leitung
Prof. in Dr.in Barbara Gasteiger wurde nach 25 Jahren erfolgreichem Engagement für Inklusion in München, Weingarten und Graz ab Oktober 2026 pensioniert– ein eingespieltes Team übernimmt die Leitung
Mit ihrem unermüdlichen Einsatz für das Thema Inklusion hat Barbara Gasteiger-Klicpera maßgeblich dazu beigetragen, inklusive Bildungsprozesse zu stärken, wissenschaftlich zu fundieren und nachhaltig in Lehre und Forschung an der Universität sowie in der Schulpraxis und der Öffentlichkeit zu verankern.
Unter ihrer Leitung entwickelten sich in Graz zunächst das hochschulübergreifende FZIB (Forschungszentrum für Inklusive Bildung -FZIB) und seit Oktober 2024 das fakultäre CERI (Zentrum für empirische Inklusionsforschung – CERI) zu national wie international anerkannten und vernetzten Zentren für Forschung zu Fragen der inklusiven Pädagogik, der Bildungsgerechtigkeit und der Teilhabe aller Menschen – unabhängig von individuellen Voraussetzungen, Hintergründen oder Beeinträchtigungen.
Prof.in Gasteiger-Klicpera bleibt dem Anliegen der inklusiven Bildung auch nach ihrem Ausscheiden verbunden und wird sich zunächst noch als Projektleiterin in zwei internationalen Drittmittelprojekten mit ihrer Expertise beteiligen, sowie in verschiedenen Fortbildungen ihre Expertise teilen.
Nach dem Ausscheiden von Barbara Gasteiger-Klicpera, die schon 2010 anlässlich ihrer Berufung nach Graz die Gründung eines Forschungszentrums vereinbart hat, bleibt die Leitung des CERI in bewährten Händen:
- Univ.-Prof.in Mag.a Mestre Lisa Paleczek, PhD, bisher stellvertretende Leiterin, übernimmt künftig die Verantwortung für die operative und strategische Führung des CERI. Prof.in Lisa Paleczek hat sich innerhalb des CERI und des AB Inclusive Education der Uni Graz bereits als kompetente und engagierte Expertin etabliert und wird die inhaltlichen Schwerpunkte – insbesondere die Weiterentwicklung inklusiver Lehr- und Lernkonzepte – konsequent fortführen.
- Senior Scientist Franziska Reitegger, PhD ergänzt die neue Leitung mit ihrer ausgewiesenen Expertise in Forschung und Entwicklung im Bereich inklusiver Bildung. Durch ihre langjährige wissenschaftliche Tätigkeit und zahlreiche Forschungsprojekte trägt sie maßgeblich dazu bei, die internationale Vernetzung und die evidenzbasierte Ausrichtung des CERI weiter zu stärken.
Die Nachfolge wurde bewusst als kontinuierlicher Übergang gestaltet: Das neue Leitungsteam knüpft an die erfolgreiche Arbeit von Prof.in Gasteiger-Klicpera an und führt zentrale Projekte, Kooperationen und Forschungsinitiativen weiter.
Mit der Übergabe an Prof.in Lisa Paleczek und Franziska Reitegger setzt CERI ein klares Zeichen: Die Themen Inklusion, Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe bleiben zentrale Leitlinien der zukünftigen Arbeit – wissenschaftlich fundiert, praxisnah und gesellschaftlich wirksam.